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Die Fachliteratur gliedert die klassischen Techniken in 3 Gruppen [4] [12]:
  1. Lauf- und Gleittechniken
  2. Aufstiegstechniken
  3. Richtungsänderungen, Abfahren, Bremsen 
Die Lauf- und Gleittechniken werden hauptsächlich in der Ebene und im leichten Anstieg eingesetzt. Zu dieser Gruppe gehören der Diagonalschritt, der Doppelstockschub und der Doppelstockschub mit Zwischenschritt:  

Die Aufstiegstechniken ermöglichen das Bewältigen von mittleren und steileren Anstiegen mit effizientem Krafteinsatz. Anders als bei den Lauf- und Gleittechniken kommt dabei die Gleitphase nicht zum Einsatz. Hier lässt sich der Grätenschritt einordnen (eine gesprungene oder gegangene Weiterführung des Diagonalschritts im steilen Gelände, bei der die Schier seitlich ausgestellt werden), ebenso der Treppenschritt und der Halbtreppenschritt (quer zum Hang stehend mit paralleler Schiführung).

           
Als Abfahrtstechniken nutzt man die Abfahrtshocke (oft auch neben der Spur) sowie die halb aufrechte und aufrechte Körperhaltung mit oder ohne Doppelstockeinsatz. Zum Bremsen verwendet man den Pflug, den halbseitigen Pflug oder den Stoppschwung:
  

Abfahrtshocke

Halb aufrechte Körperhaltung

Pflug

Halbseitiger Pflug

       
Richtungsänderungen werden je nach Gelände bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten ausgeführt. Dabei wendet man das passive Bogenlaufen oder Umtreten mit Nachstellschritten an, ebenso den Pflugbogen oder das Schwingen (schwunghafte Richtungsänderungen in den Abfahrten) und das aktive Bogentreten mit Schlittschuhschritten und Doppelstockeinsatz: 
   

Passives Bogentreten

Passives Bogentreten

Aktives Bogentreten

Aktives Bogentreten

          
Richtungsänderungen, Abfahrts- und Bremstechniken sind im klassischen Bereich und im Freien Stil nahezu ident. 
  
Die Technikauswahl beim klassischen Laufen richtet sich nach Geländeneigung und Geschwindigkeit, und natürlich nach den eigenen konditionellen und technischen Fähigkeiten. Die folgende Tabelle gibt einen ungefähren Überblick dazu:
               

Tabelle Geländeneigung und Geschwindigkeit 

  
Grundstruktur des Klassischen Stils
Die Lauf- und Gleittechniken beim Klassischen Stil sind dominiert von zwei Basistechniken:
  
- Diagonalschritt 
- Doppelstockschub
   
Der Doppelstockschub mit Zwischenschritt, die Aufstiegstechniken und die Techniken zur Richtungsänderung sind im Wesentlichen davon abgeleitet. Die Abfahrts- und Bremstechniken weisen eine Verwandtschaft zu anderen Sportarten auf, wie z.B. zum alpinen Schilauf, Eislaufen oder Inline-Skaten.  
     
Mehrere Faktoren bestimmen die Gesamtkoordination beim Klassischen Stil. Die wichtigsten dabei sind:
   
- rhythmisch-zeitliches Zusammenspiel der Arm- und Beinbewegungen
- Regulation des dynamischen Gleichgewichts
- Körperschwerpunktverlagerungen 
  
Die Bewegung in Vortriebsrichtung erfolgt durch den wechselweisen Abdruck vom kurzzeitig in der Spur stehenden Schi. Diese Technik wird jedoch erst durch die Haftreibung zwischen der Steigzone des Schis und den Schneekristallen in der Spur ermöglicht. Für die Entstehung der Haftreibung ist das rhythmische Auf- und Abpendeln des Körperschwerpunkts verantwortlich.
  
Die Armbewegung beim Diagonalschritt ist gekennzeichnet durch die diagonale Kreuzkoordination von Armen und Beinen, welche das Erscheinungsbild des Langlaufens bis in die 80er Jahre des 20. Jahrhunderts geprägt und dem Schritt auch seinen Namen gegeben hat.
          
Eine detaillierte Beschreibung der klassischen Techniken sehen Sie auf den untergeordneten Seiten. Weiters finden Sie auf dieser Plattform auch das Bewegungspuzzle, eine Methode zur Festigung des erworbenen Wissens über die Technikabläufe. Mittels Bild- und Videovergleich können Sie Ihren eigenen Lernfortschritt (dokumentiert durch Fotos oder Bewegungsvideos) an Bildern und Videos eines Modells messen!
   
  
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