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Doppelstockschub mit Zwischenschritt DSS-ZW Drucken E-Mail
  
Beschreibung

Der Doppelstockschub mit Zwischenschritt (DSS-ZW) ist eine Kombination aus dem Beinabdruck des Diagonalschritts und dem Doppelstockschub. Nach jedem oder jedem zweiten Doppelstockschub erfolgt ein Beinabdruck, wechselweise mit dem linken oder rechten Fuß. Fallweise wird auch eine Kombination von Doppelstockschub - 3 wechselweise Beinabdrücke - Doppelstockschub gelaufen.
     
Anwendung findet der DSS-ZW im ebenen Gelände oder im leichten Anstieg.

          
  

Bewegungsvideo frontal

Bewegungsvideo frontal       

Bewegungsvideo seitlich

Bewegungsvideo seitlich      

     
   

Der Bewegungsablauf des Doppelstockschubs beginnt mit dem Druckpunktnehmen [4]:

  
DSS-ZW Druckpunktnehmen frontalDSS-ZW Druckpunktnehmen seitlichAus dem antriebslosen Gleiten heraus wird mit dem Abstoßbein der ideale Abdruckpunkt gesucht. Danach erfolgt eine Streckung der Sprung-, Knie- und Hüftgelenke sowohl des Abstoßbeins, was den nötigen Vortrieb gibt, als auch des Gleitbeins. Das Körpergewicht wird auf das Gleitbein verlagert und die Arme werden aktiv parallel nach vor geschwungen. 
   
DSS-ZW Gleitphase frontalDSS-ZW Gleitphase seitlichIn der daraus resultierenden  Gleitphase wird jetzt das Abdruckbein nach hinten oben ausgeschwungen, der Oberkörper kommt in Vorlage, die Arme werden in die Ausgangsposition für den Stockeinsatz gebracht. Weiters wird eine Körpervorspannung  für den Krafteinsatz beim folgenden Vorschwung des Beins kombiniert mit dem Doppelstockschub erzeugt.
   
DSS-ZW Anfallen frontalDSS-ZW Anfallen seitlichNun erfolgt das Anfallen: die Stöcke stechen ein, die Arme beginnen den Doppelstockschub, der Oberkörper geht weiter in Vorlage bis hin zu einer horizontalen Position. Durch das Fixieren der Ellbogengelenksstellung während der Rumpfbeugung und das gleichzeitige, gegengleiche Vorschwingen des Abdruckbeins entsteht eine starke Zugphase.
   
DSS-ZW Zentralposition frontalDSS-ZW Zentralposition seitlichAm Ende der Anfallphase ist das Abdruckbein wieder in der Spur aufgesetzt und man befindet sich in der Zentralposition. Die Lage des Oberkörpers ist horizontal, der Körperschwerpunkt ist in einer zentralen Position über den gleitenden Schiern. Arme und Beine sind leicht gebeugt, die Füsse haben einen satten Stand am Schi. 
   
DSS-ZW Schubphase frontalDSS-ZW Schubphase seitlichJetzt erfolgt die Schubphase. Die Hände ziehen unterhalb der Knie vorbei, die Arme werden nach hinten gestreckt, die Handflächen geöffnet und die Stöcke pendeln nach hinten aus. Die Beine bleiben leicht gebeugt, die Kniebeugung wird fixiert. Die horizontale Lage des Oberkörpers wird beibehalten, die Schulterachse liegt nach wie vor parallel zur Hüftachse.
   
DSS-ZW Gleitphase frontalDSS-ZW Gleitphase seitlichNach Beendigung der Schubphase beginnt wieder eine Gleitphase mit einem antriebslosen Gleiten. Dabei erholt sich die beanspruchte Muskulatur. Mit dem Auspendeln der Stöcke nach hinten oben beginnt auch der Oberkörper, sich aufzurichten. Dies wird mit dem Vorbringen der Arme und Stöcke fortgesetzt und endet mit dem erneuten Druckpunktnehmen.
  
Bewegungsmerkmale

Die Unterstützung der Arm-Stock-Arbeit durch den Oberkörper bewirkt größere Verlagerungen des Körperschwerpunkts und stellt erhöhte Anforderungen an die Regulierung des dynamischen Gleichgewichts.
   
Das Fixieren der Ellbogengelenksstellung während der Rumpfbeugung in der Anfallphase und das gleichzeitige, gegengleiche, aktive Vorschwingen des Abdruckbeins erzeugt eine starke Zugphase und erhöht den Vortriebsimpuls der Anfallphase und der darauf folgenden Schubphase merklich.
   
Wenn die Laufgeschwindigkeit durch den Beinabstoß nicht mehr erhöht werden kann, erfolgt eine erhöhte Arm- und Oberkörperarbeit und der Zwischenschritt wird nur mehr angedeutet. Man versucht nicht, das Abstoßbein kräftig abzudrücken, sondern erhöht den Vortriebsimpuls durch aktives Vorschwingen und Abstoppen des Beins.

  
Lernen, Üben, Festigen

Zum Erlernen und Üben des Doppelstockschubs mit Zwischenschritt können Bewegungserfahrungen aus anderen Teiltechniken des Schilanglaufs genutzt werden, speziell der Abdruck nach vorne beim Diagonalschritt und die Stockarbeit beim Doppelstockschub. Weiters sind verschiedene Arm-Bein-Koordinationsspiele hilfreich.
   
Für das methodische Vorgehen bieten sich die zwei folgenden Varianten an [4]:
  
- Der Zwischenschritt wird in den Grundrhythmus des Doppelstockschubs eingeordnet.
- Der Doppelstockschub ordnet sich in einen betonten Beinabdruck mit aktivem Hochschwingen der Arme
  nach vorne ein (vgl. Rollerfahren).
  
Zur Entwicklung der Innensicht empfehlen sich die auf der Seite Lern-Tools angebotenen Features Bewegungspuzzle, Fotovergleich und Videovergleich. Sie fördern das Verstehen der richtigen Bewegungsabfolgen und das Erkennen der eigenen Bewegungsfehler. 
  
Die Lern-Tools, kombiniert mit dem Üben in praktischen Einheiten, führen zur Festigung der erlernten Technik und deren Bewegungsstruktur sowie zur Automatisierung des Bewegungsablaufes.

   
  
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