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Diagonal-Schlittschuhschritt DSSS Drucken E-Mail
  
Beschreibung

Der Diagonal-Schlittschuhschritt, auch Diagonalskating oder DSSS genannt, ist eine Aufstiegstechnik, die auch im steilen Gelände kraftschonendes Laufen ermöglicht. Sie besteht im Wesentlichen aus einem Schlittschuhschritt mit wechselseitigem Stockeinsatz.
   
Der DSSS ist eine symmetrische Bewegungsform, bei der wechselseitig nur ein einseitiger Armabstoß in Richtung Gleitschi erfolgt. Die Bewegung hat somit einen ausgesprochen diagonalen Charakter und ähnelt entfernt dem Diagonalschritt in der Klassischen Technik. 
   
Anwendung findet der Diagonal-Schlittschuhschritt beim Wettkampf nur im sehr steilen Gelände. Er wird jedoch oft von Freizeitsportlern zum bequemen und kräftesparenden Laufen eingesetzt [4].

          
  

Bewegungsvideo frontal

Bewegungsvideo frontal       

Bewegungsvideo seitlich

Bewegungsvideo seitlich      

     
   

Der Bewegungsablauf des Diagonal-Schlittschuhschritts beginnt mit der Gleitphase [10]:

  
DSSS Gleitphase frontalDSSS Gleitphase seitlichNach der erfolgten Abstoßstreckung ist das Gewicht über das Gleitbein verlagert und wird dort gehalten. Während des Gleitenvorgangs wird der Oberkörper zur Erholung aufgerichtet. Dann wird die Mittellage gehalten, d.h. Vorfuß und Ferse werden gleichmäßig belastet. Der bereits eingesetzte, dem Gleitschi gegenüber liegende Stock beendet seine Schubbewegung.
   
DSSS Anfallen frontalDSSS Anfallen seitlichNun erfolgt das Anfallen: das Gleitbein wird gebeugt, der Körperschwerpunkt abgesenkt und das Gewicht zur Mitte hin verlagert. Gleichzeitig wird an der Kante des abstoßenden Schis ein Druck aufgebaut (aktives Kanten). Der bereits fertige Stock pendelt nach hinten aus und wird nach vor geholt, der andere ist bereit für seinen Einsatz.
   
DSSS Abstoßstreckung frontalDSSS Abstoßstreckung seitlichAus dieser Position heraus erfolgt jetzt eine seitliche Abstoßstreckung. Auf der Kante wird ein gleichmäßiger Druck aufgebaut und der Schi wird gleichmäßig in Gleitrichtung geschoben. Das Gewicht verlagert sich wieder zurück auf das Gleitbein, der Körperschwerpunkt wird auf den gleitenden Fuß gebracht. Der vordere Stock setzt mit der Schubbewegung ein. 
   
DSSS Gleitphase frontalDSSS Gleitphase seitlichDanach läuft derselbe Bewegungszyklus für die andere Körperhälfte ab. Er beginnt mit der Gleitphase nach der erfolgten Abstoßstreckung. Das Gewicht ist dabei wiederum über das Gleitbein verlagert, der Oberkörper wird zur Erholung aufgerichtet. In der Mittellage werden Vorfuß und Ferse gleichmäßig belastet. Der eingesetzte Stock beendet seine Schubbewegung.
   
DSSS Anfallen frontalDSSS Anfallen seitlichNun erfolgt wie zuvor das Anfallen: das Gleitbein wird gebeugt, der Körperschwerpunkt abgesenkt und das Gewicht zur Mitte hin verlagert. An der Kante des abstoßenden Schis wird ein Druck aufgebaut (aktives Kanten). Der Stock, der seinen Schub schon beendet hat,  pendelt nach hinten aus und wird nach vor geholt, der andere ist bereit für seinen Einsatz.
   
DSSS Abstoßstreckung frontalDSSS Abstoßstreckung seitlichJetzt erfolgt wiederum eine seitliche Abstoßstreckung. Auf der Kante wird ein gleichmäßiger Druck aufgebaut, der Schi wird in Gleitrichtung geschoben, das Gewicht verlagert sich wieder zurück auf das Gleitbein. Der vordere Stock setzt mit der Schubbewegung ein. Man hat nun einen kompletten Bewegungszyklus durchlaufen.
  
Bewegungsmerkmale

Auffällig beim Diagonal-Schlittschuhschritt ist seine Ähnlichkeit zum Diagonalschritt, speziell was die Armbewegung betrifft. Diese wirkt der Rotation des Oberkörpers entgegen, die durch den seitlichen Abstoss am Schi erzeugt wird.

Der Bewegungszyklus ist symmetrisch. Man kann, bedingt durch die auf Arme und Beine gleich verteilte Belastung, nahezu ermüdungsfrei laufen, falls das Gelände nicht zu steil ist. Allerdings sind die dabei erzielten Laufgeschwindigkeiten gering.

Die Gleitphase ist kurz, erfordert also nicht unbedingt hohe koordinative Fähigkeiten [4].

  
Lernen, Üben, Festigen

Beim Erlernen des Diagonal-Schlittschuhschritts sollte man auf Bewegungserfahrungen aus anderen Teiltechniken zurückgreifen können, wie zum Beispiel Grätenschritt, Schlittschuhschritt und Eintakter. Zur Unterstützung der Armbewegungen kann der Diagonalschritt (klassische Technik) hergenommen werden.
    
Beim Diagonalskating gilt es speziell, die Arm- und Beinbewegungen zu koordinieren. Ein Schwerpunkt sollte weiters bei der rhythmischen Gestaltung der Bewegung liegen. Am Anfang ist weiters ein mittelsteiler Hang zu wählen, danach kann man mit Geländevariationen beginnen [4].
  
Zur Entwicklung der Innensicht empfehlen sich die auf der Seite Lern-Tools angebotenen Features Bewegungspuzzle, Fotovergleich und Videovergleich. Sie fördern das Verstehen der richtigen Bewegungsabfolgen und das Erkennen der eigenen Bewegungsfehler. 
  
Die Lern-Tools, kombiniert mit dem Üben in praktischen Einheiten, führen zur Festigung der erlernten Technik und deren Bewegungsstruktur sowie zur Automatisierung des Bewegungsablaufes.
   
      

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